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Beispielszenario

Workloadmanagement: Intelligente Lastverteilung!


FragestellungHäufig führen Reaktions- und Laufzeitanforderungen an eine bestimmte Applikation dazu, dass auf dem jeweiligen System keine weitere Applikationen betrieben werden können: einfach deshalb, weil keine Möglichkeit zur individuellen Zuweisung von Ressourcen besteht und damit die Einhaltung bestimmter Servicelevel nicht mehr garantiert werden kann. In der Folge müssen mehrere Server in Hardwarewartung genommen und mehrere Betriebssysteme gepflegt werden. Mehraufwände an allen Ecken und Enden sind die Folge!
LösungAbhilfe schafft ein Betriebssystem, welches Workloadmanagement beherrscht und damit eben die Zuordnung von Ressourcen wie CPU-, I/O- oder Hauptspeichernutzung zu Applikationen ermöglicht. Dadurch kann verhindert werden, dass eine Applikation eine andere behindert, indem sie zu viele Ressourcen an sich bindet. Auch eine Anpassung der Priorisierung an unterschiedliche Tag/Nacht-Bedingungen ist realisierbar. Beispielsweise können am Tag interaktive Prozesse bevorzugt und dann in der Nacht der automatischen Batch-Verarbeitung Vorrang einräumt werden. Oder es können wichtige Applikationen stets im physikalischen Speicher gehalten werden, statt sie der Auslagerung zu unterwerfen. Workloadmanagement ist damit eine perfekte Ergänzung zur Serverkonsolidierung.
UmfeldBatch-Betrieb versus Interaktivität: Ziel ist es hier, den interaktiven Anwendern oder Anwendungen immer genügend Ressourcen freizuhalten, damit die Reaktionsdauer nicht bis in störende Bereiche ansteigt. Gleichzeitig können aber Hintergrundprozesse bestimmte zeitunkritische Aufgaben erledigen, so dass das System immer optimal ausgelastet ist. Jedes transaktionsorientierte System - denken Sie beispielsweise an eine Intranet-Suchmaschine - kann dadurch erheblich profitieren.
Speichermanagement: Leider ist nichts perfekt und so findet man häufig Applikationen, die nicht mehr benötigten Speicher nicht wirklich freigeben. Natürlich ist dies ein Fehler, aber häufig zeichnen sich die Hersteller auch nicht gerade durch schnelle Behebung solcher Fehler aus. Es ist dann in der Praxis besser, dieser einen Applikation Grenzen zu setzen (bei deren Überschreitung sie beendet wird, idealerweise den Speicher freigibt und dann automatisiert wieder gestartet werden kann), als z.B. die parallel betriebene Datenbank durch Speichermangel in die Enge zu treiben.
I/O-Management: Häufig stellen die verfügbaren Zeitfenster zur Datensicherung ein Problem dar: sie sind ausgeschöpft, können aber nicht vergrößert werden. Durch entsprechende Priorisierung des I/O's des Datensicherungsagenten lässt sich dieses Problem entschärfen, indem dadurch der I/O anderer Applikationen gedrosselt und das zur Verfügung stehende Zeitfenster besser ausgenutzt wird.
ProdukteIBM AIX WorkLoadManager: Bestandteil von AIX ab Version 4.3.3
Hardware: IBM pSeries
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